Die Gier nach Gold
Dass Gold eine der wichtigsten menschlichen Entdeckungen darstellt, ist nicht zu bezweifeln, denn ohne wäre unsere aktuelles Währungssystem vermutlich nicht tragbar. Schließlich decken uns große Goldreserven im Fall einer Inflation gut ab.
Doch in der Geschichte des Menschen gab es Abschnitte, in denen es wohl besser gewesen wäre, wenn das edle Metall niemals entdeckt worden wäre. Der hohe Wert und die überragende Schönheit hat schon viele dazu veranlasst, über die Grenzen hinauszugehen und dafür zu Plündern und zu Morden. Das geht von kleinen Raubzügen von Banditen und Piraten los, und geht bis zu goldgierigen Heerführern, die ohne Rücksicht auf Verluste, ganze Stämme ausgelöscht haben, um an die Goldschätze zu kommen.
Vor allem aber zu Zeiten der westlichen Expansion, war u.a. der Goldrausch ein wichtiges Thema. Die wohl tragischste Geschichte ereignete sich in Kalifornien. Ein großes Gebiet, welches bis dato uninteressant war, gehörte Johann August Sutter. Als dort die ersten Goldnuggets gefunden wurden, reisten allein in einem Jahr über achtzigtausend Menschen an, um ihr Glück im Gold zu finden. Obwohl das Gebiet theoretisch Johann August Sutter gehörte, wurden seine Rechte nicht anerkannt und das Areal wurde komplett ausgebeutet. Nach vielen Erfolglosen Klagen auf Schadensersatz, verstarb Sutter völlig verarmt.
Solche Goldräusche fanden mehrfach statt und wer zu spät kam, aber alles im Heimatland zurück gelassen hat, der stand dann vor dem Existenzaus. Auch hier herrschten oftmals anarchistische Zustände, bei denen Goldsammler bestohlen oder sogar ermordet wurden.
Heute, zu Zeiten von Briefgold als Goldankäufer, gibt es kaum noch diese „Goldgier“. Der Interessensbereich hat sich bei vielen auf andere Luxusartikel verlegt, weshalb sich viele Goldbesitzer sogar dazu entscheiden, sich von ihren Besitztümern aus dem Edelmetall zu trennen.
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