Endometriose kann Unfruchtbarkeit verursachen
Endometriose kann zwar Unfruchtbakeit verursachen ist aber behandelbar
Sie hatten die Hoffnung schon fast aufgegeben. Seit Jahren wünscht sich das Ehepaar nun schon ein Kind. Doch ihr Wunsch blieb unerfüllt. Beim Frauenarzt wurde die damals 36-Jährige auf PCOS behandelt. Das ist eine Hormonstörung, bei der im Körper einer Frau zu viele männliche Hormone kreisen. Leider verlief die Behandlung erfolglos. Eine Zerreißprobe für jede Ehe. Doch der Wunsch nach einem Kind kann so groß sein das nach anderen Wegen gesucht wird wie beispielsweise einer künstlichen Befruchtung. Sind sich hier trotz Frustration beide Partner einig sollte sich ein jeder über einen solchen Schritt ausgiebig informieren.
In unserem Beispiel las das Ehepaar in der Zeitung einen Artikel über Endometriose. Sie ließ sich darauf hin sofort untersuchen. Die behandelten Ärzte fanden bei der Untersuchung tatsächlich in Ihrem Eierstock zahlreiche Zysten. Auf diese Diagnose hin wurde ein Termin zu einer Operation anberaumt. Die Zysten wurden bei dieser aufwendigen Operation erfolgreich entfernt. Heute ist das Paar glücklich einen gesunden Sohn zur Welt gebracht zu haben. Hätten Sie damals diesen Zeitungsartikel über Endometriose nicht gelesen können Sie nicht sagen ob Sie heute so glückliche Eltern sind.
Oftmal wie bei unserem obrigen Ehepaar wird Endometriose oft erst spät erkannt. „Viele Ärzte nehmen das nicht so richtig ernst“, sagt Melanie Schwitkowski von der Selbsthilfegruppe Konstanz. Zu oft müssen sich Patientinnen dann Sätze wie: „Die Menstruation tut halt weh“ oder „Stellen Sie sich nicht so an.“ anhören. Doch gerade bei Endometriose ist das die absolut verkehrte Antwort. „Ungewollte Kinderlosigkeit ist nur eine von vielen möglichen Folgen“, sagt Rosi Batzler vom Landesnetzwerk Endometriose. So leiden die Frauen die an Endometriose erkrankt sind nicht selten unter Schmerzen bei der Blasen- oder Darmentleerung. Denn durch Schleimhautanlagerungen wird die Organfunktion eingeschränkt.
Was so gut wie alle betroffenen Frauen kennen, sind die starken, stechenden Schmerzen. „Die sind dann eben auch chronisch fortschreitend“, erklärt Rosi Batzler. Viele Patientinnen hätten lange Arztgeschichten hinter sich, bis ihre Krankheit endlich entdeckt wird. Oft seien es sogar die Frauen, die ihre Ärzte darauf ansprächen und forderten, den Verdacht auf Endometriose auszuräumen. Das lässt sich zuerst in einer harmlosen Ultraschall-Untersuchung klären.
Dabei sind die sogenannten „Schokoladenzysten“ sichtbar. Genauer auf den Grund geht man dann der Sache bei einer Bauchspiegelung, bei der die Zysten am besten auch gleich entfernt werden, um die Beschwerden zu lindern.
„Wichtig ist eine frühe Diagnose“, betont Rosi Batzler weiter. Je früher man Endometriose erkennt, desto besser sei die Kankheit behandelbar. Neben der Operation gibt es auch den Weg der hormonelle Behandlungsmöglichkeiten. Zu diesem Thema wenden sich Frauen oder Paare am besten an darauf spezialisierte Zentren und -Sprechstunden, rät Rosi Batzler. Eines müsse man betroffenen Frauen freilich sagen: „Ganz weg geht eine Endometriose meist nicht. Ziel muss es sein, eine bessere Lebensqualität zu erreichen.“
Die oben erwähnte Mutter, mit einem nun 3 Monate alten Säugling, ist froh darüber auf den Zeitungsartikel entsprechend früh reagiert zu haben. So möchte Sie mit Ihrer kleinen Geschichte anderen Mut machen beim behandelten Arzt über das Krankheitsbild Endometriose entsprechend nach zu hacken, wenn der Kinderwunsch entsprechend ausbleibt.